Planen von Datenbanksicherungen

Mit Sicherungszeitplänen können Sie Ihre bereitgestellten Datenbanken nach Wunsch sichern. Jedes Mal, wenn ein Sicherungszeitplan ausgeführt wird, prüft FileMaker Server, ob die ausgewählten Datenbanken seit dem letzten Ausführen des Zeitplans geändert wurden. Für jeden Zeitplan erstellt FileMaker Server eine komplette Kopie der Datenbanken, die geändert wurden, und erstellt Hardlinks auf die gesicherten Datenbanken, die für diesen Zeitplan nicht geändert wurden.

Hinweis  Wenn Sie eine bereitgestellte Datenbank auf ein Windows Resilient File System- (ReFS-) Volume oder ein anderes Dateisystem sichern, das keine Hardlinks unterstützt, ist das Erstellen der Kopie langsamer, da FileMaker Server eine vollständige Kopie jeder Datei während jeder Sicherung erstellen muss.

Wenn der Sicherungszeitplan ausgeführt wird, kopiert FileMaker Server die Datenbanken, während sie aktiv sind. Benutzer können weiterhin Änderungen an den Daten vornehmen. Wenn die Kopie erstellt ist, wird die Datenbankbereitstellung pausiert, um die Sicherungsdateien mit der aktuellen Datenbank zu synchronisieren. Dann wird die Datenbankbereitstellung wieder aufgenommen.

Im Sicherungszeitplan können Sie die maximale Anzahl an aufzubewahrenden Sicherungen angeben und zudem festlegen, ob die Sicherungsdatei einer Konsistenzprüfung unterzogen werden soll.

Während ein Zeitplan läuft, ändert sich die Spalte Geplante Zeit zu Wird ausgeführt. Direkt nachdem der Zeitplan beendet wurde, ändert sich die Spalte vorübergehend zu Erfolgreich oder Fehlgeschlagen, um das Ergebnis anzuzeigen. Detaillierte Informationen über den Zeitplan finden Sie in den Event.log-Meldungen, die protokolliert wurden. Weitere Informationen finden Sie unter Ereignisprotokoll.

Datenbanksicherungen werden in dem Ordner gespeichert, den Sie unter Sicherungen > Sicherungszeitpläne angeben. Der Datenträger, der Ihre bereitgestellten Dateien und Sicherungen speichert, muss über ausreichend freien Speicherplatz verfügen. Wenn beim Ändern einer Datei oder bei Erreichen der 8-TB-Größenbegrenzung einer Datenbank Speichermangel auf dem Datenträger auftritt, wird die Datei komprimiert. Die Komprimierung kann einige Zeit beanspruchen.

Wenn beim Sicherungsvorgang auf dem Datenträger der Speicher ausgeht, wird die Sicherung abgebrochen und die Sicherungsdatei gelöscht und FileMaker Server zeichnet einen Fehler im Event.log auf. Um Speichermangel beim Speichern von Dateien zu vermeiden, wählen Sie eine andere Festplatte als Sicherungsziel oder speichern Sie abgeschlossene Sicherungen offline.

FileMaker Server setzt Aufgaben und dateibezogene Befehle aus Admin Console und der Befehlszeilenschnittstelle CLI in folgende getrennte Warteschlangen:

  • Befehle zum Sichern und Prüfen von Datenbanken und dateibezogene Befehle (z. B. Öffnen, Schließen, Pause und Fortsetzen): Aus dieser Warteschlange wird jeweils nur eine Aufgabe oder ein Befehl ausgeführt. Die übrigen Aufgaben und Befehle werden verschoben, bis die aktuelle Aufgabe oder der aktuelle Befehl abgeschlossen ist.
  • Zeitpläne zum Senden von Meldungen und Ausführen von Scripts (FileMaker-Scripts und Systemscriptdateien): Aus dieser Warteschlange können mehrere Aufgaben gleichzeitig ausgeführt werden.

FileMaker Server führt Aufgaben aus beiden Warteschlangen gleichzeitig aus. In der ersten Warteschlange stehen beispielsweise ein Sicherungsbefehl und der Befehl „Anhalten“. In der zweiten Warteschlange steht ein Script-Zeitplan. FileMaker Server führt den Sicherungsbefehl und den Script-Zeitplan gleichzeitig aus. Der Befehl „Anhalten“ wird erst ausgeführt, wenn der Sicherungsbefehl abgeschlossen ist.